Dry Martini: Der König der Shortdrinks
dry martini

Man könnte mühelos mehrere Seiten über die Entstehung, den Geschichten und den Mythen rund um den Dry Martini schreiben. Folgend der Versuch, mich auf ein paar Zeilen zu beschränken.

Die Story hinter dem Dry Martini

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits Wermut-Lieferungen von Europa in die USA. Dadurch entstand der Wermut-Cocktail an der Ostküste der Staaten. Daraus entwickelte sich der Manhattan (amerikanischer Whiskey, roter Wermut, Bitters) und der Martinez (Old Tom Gin, roter Wermut, Maraschino, Bitters – Rezept hier). Diese beiden Shortdrinks gelten als die Vorläufer des Martinis.

Zwischenzeitlich glichen sich die Rezepte des Martinez und des Martinis. Später entwickelte sich der Martini zu einem eigenständigen Cocktail. Im Laufe der Zeit ersetzte ein London Dry Gin den süßeren Old Tom Gin. Anschließend tauschte man den süßen Wermut gegen einen trockenen Wermut. Auch das Mix-Verhältnis von Gin zu Wermut änderte sich und der Martini wurde immer „trockener“. 60 ml Gin zu 10 ml gilt nun als das aktuellste Rezept für einen Dry Martini. Erlaubt ist aber alles was schmeckt.

Es soll Menschen geben, die ausschließlich Gin kalt rühren, die Flasche Wermut geschlossen daneben stellen und dies als ihr perfektes Dry Martini Rezept bezeichnen. Kein Scherz…
Mir ist das zu trocken. 6 zu 1 oder 5 zu 2 sind die bevorzugten Verhältnisse je nach Gin und Wermut.

Ob Bitters in den Dry Martini gehören? Im Grunde kann und darf man neben den häufig verwendeten Orange-Bitters auch ausgefallenere Bitters wie Olive- oder Lemon-Bitters in seinen Drink geben. Try it.

 

Sipsmith London Dry Gin Martini

Die Zutaten für den Dry Martini

Auch wenn der Dry Martini nur zwei Zutaten hat, lässt man die Bitters mal ausser betracht, bietet der Shortdrink eine Menge Spielraum und lädt zum experimentieren ein. Die mittlerweile große Auswahl an Gin und auch an Wermut macht es möglich.

Nun geht es hier um einen klassischen Dry Martini und da gehört einfach ein London Dry Gin hinein. My choice of weapon ist der London Dry Gin von Sipsmith. Ausgeprägte Wacholder- und Zitrusnoten geben den Ton an. Genau das, was ein Martini braucht. Mit dem französischem Noilly Prat Dry Wermut erhält der Sipsmith seinen passenden Begleiter. Ein All-Star unter den Wermut. Mein perfect match.

Ach und noch etwas: Sorry Mr. Bond, aber (m)ein Martini gehört gerührt und nicht geschüttelt…

Sipsmith London Dry Gin Martini

Das Rezept

  • 60 ml London Dry Gin
  • 10 ml trockener Wermut

Methode

Alle Zutaten auf Eis rühren. In eine vorgekühlte Martini-Schale oder ein Coupe-Glas abseihen.

Je nach belieben mit einer Olive oder Zitronenzeste garnieren.

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2 Kommentare

  1. Jonas

    Einer meiner lieblings Drinks! Danke für den Artikel 🙂

    Antworten
  2. Marius

    Wirklich Lecker! 🙂

    Antworten

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