Brandy Crusta: Der erste Cocktail mit Zitronensaft

Der Brandy Crusta besteht aus Brandy, Dry Curaçao, Maraschino-Likör, Zitronensaft, Zuckerrohrsirup und Angostura-Bitters, mit einem Zuckerrand und einer großen Zitronenzeste als Garnitur. Der Zuckerrand schmeckt nicht nur gut, sondern ist er auch ein wichtiger Bestandteil des Crusta.

Brandy Crusta

Die Geschichte des Brandy Crusta

Der Brandy Crusta wurde in den 1850er Jahren von Joseph Santini erfunden, einem italienischen Barkeeper, der in New Orleans sein Handwerk ausübte.
Im Weltweit frühesten Cocktailbuch überhaupt, dem „Jerry Thomas‘ Bar-Tender’s Guide “ von 1862 ist er der vierte Cocktail, der im Buch illustriert wurde. Ausserdem ist er der allererste Drink mit Zitronensaft, der als Cocktail bezeichnet wurde und gilt als Vorfahre des „Sidecar“ Cocktails.

Brandy Crusta

Was ist überhaupt Brandy?

Brandys können aus verschiedenen Regionen stammen. Vorrangig aus europäischen Ländern wie zum Beispiel Italien, Frankreich, Spanien oder auch Deutschland. Alles sind im allgemeinen Spirituosen auf Weinbasis. In Deutschland am ehesten als Weinbrand bekannt.

Lange Zeit galt der Begriff Cognac als Sammelbegriff für alle Arten von Weinbrand. Dies wurde jedoch durch den Schutz der Herkunftsbezeichnung hinfällig. Wichtig ist auch, dass der Brandy aus Wein destilliert wird. Nicht aus Trester (bei Grappa) oder Traubenmost (bei Pisco). Eine Fasslagerung von mindestens 6 Monaten ist zusätzlich Vorschrift.

Cognac ist französischer Weinbrand/Brandy

Beim Cognac handelt sich um eine herkunftsgeschützte Form französischen Weinbrands. Seit 1919 gilt eine strenge, regionale Begrenzung auf das Gebiet um die Stadt Cognac in den Departements Charente und Charente-maritime.

Brandy Crusta

Welcher Cognac für den Brandy Crusta?

Der Pierre Ferrand 1840 Original Formula. Ein kraftvoller Vertreter aus dem Hause Pierre Ferrand, der mit seinen 45% Vol. bestens für Cocktails geeignet ist. Die Weinberge liegen im Gebiet Angeac/Champagne, im Herzen des Anbaugebietes Grande Champagne. In diesem Mikroklima gedeihen die Weinreben für die besten Weine der Grande Champagne.

Beim 1840 Original Formula handelt es sich um einen Blend aus 3-5 Jahre alten Cognacs und einem kleinen Anteil von 20 Jahre alten Cognacs. Während der ersten Jahre reift dieser in neuen Eichen-Fässern. Später ruht dieser in medium-getoastete, gebrauchte Cognac-Fässer weiter.

Brandy Crusta

Was kommt sonst noch rein?

Ein guter Dry Curaçao Pflicht. Diesen bekommt ihr ebenfalls aus dem Hause Pierre Ferrand. Ein Dry Curaçao auf Cognac Basis. Dieser passt selbstverständlich hervorragend zum Pierre Ferrand 1840 Original Formula Cognac. Ausserdem benötigt ihr diese Flasche, wenn ihr euch einen Vienna in Ashes oder Mai Tai zubereiten möchtet.

Zwei weitere Flaschen die der Brandy Crusta verlangt und in keiner Homebar fehlen sollten sind die Angostura Bitters und der klare Kirschlikör Maraschino. Zitronensaft und Zuckersirup dazu und es kann los gehen.

Cheers

Für alle, die jetzt noch mehr in die Historie des Brandy Crusta eintauchen wollen, empfehle ich den Beitrag von Mixology.

Zuckerrand – leicht gemacht

Zuerst müsst ihr den Glasrand mit einer Flüssigkeit versehen. Dafür eignet sich ein Stück der Zitrone, aus der ihr vorab die Zitronenzeste geschnitten habt. Ihr schneidet ein etwa 1,5 cm hohes Stück aus der Zitrone heraus und führt es vorsichtig an der Aussenseite des Glases entlang. Aber Vorsicht, nur Aussen. Danach haltet ihr einen flachen Teller bereit, dessen Boden ausreichend mit Zucker bedeckt ist. Jetzt dreht ihr die feuchte Aussenseite des Glases langsam durch den Zucker. Et voilá euer erster Zuckerrand.

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Das Rezept für den Brandy Crusta


50 ml Brandy/Cognac

10 ml Dry Curaçao

10 ml Maraschino

15 ml Zitronensaft

7 ml Rohrzuckersirup

2 Dash Angostura Bitters

Methode

Alle Zutaten auf Eis Shaken und in eine vorgekühlte Sektflöte oder Cocktailglas abseihen.

Glasrand mit Zucker versehen und mit einer großen Zitronenzeste garnieren.

Brandy Crusta

Musiktipp zum Drink:
Saib – Fallen Leaf

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